Kunst bei Hof

Martin van Meytens d. J. (Stockholm 1695 - 1770 Wien), Gruppenbildnis der kaiserlichen Familie mit neun Kindern (Detail), 1752, Öl auf Leinwand, 204 x 189 cm, Innsbruck, Kaiserliche Hofburg. Foto: Burghauptmannschaft Österreich.

Kunst bei Hof
Maria Theresia und das österreichische (Innsbrucker) Kunstschaffen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Einblicke, Begegnungen und Vergleiche in der Kaiserlichen Hofburg zu Innsbruck.
Dr. Helmuth Oehler für uni.com in Kooperation mit der Burghauptmannschaft Österreich

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltungsreihe stehen die exquisiten Kunstwerke in der Kaiserlichen Hofburg zu Innsbruck. Die Teilnehmer treten mit diesen imperialen Artefakten in einen aktiven Dialog – und erleben die Welt des höfischen österreichischen Spätbarocks. Damit wird die Aufmerksamkeit auf die Kunst des österreichischen Spät-Barock, auf lokal vorhandene, bemerkenswerte Kunstwerke dieser Epoche gelenkt – und die Innsbrucker Hofburg und ihre vermeintlich „altbekannte“ Ausstattung überraschend neu gesehen!

Die Veranstaltungen finden in der Kaiserlichen Hofburg statt. Bequeme Sitzmöbel vor den Kunstwerken stehen bereit.

Jeder Termin stellt eine abgeschlossene Einheit dar und kann daher unabhängig von den anderen besucht werden.

Treffpunkt jeweils in der Kaiserlichen Hofburg zu Innsbruck, Foyer (Eingang gegenüber Café Sacher).

 

Anmeldung & Information: 
Volkshochschule Innsbruck, 0512/588882-0, innsbruck@vhs-tirol.atwww.vhs-tirol.at/uni.com

 

Themen & Termine:

Donnerstag, 22.09.2016, 14:30 Uhr bis 16:10 Uhr
Maria Theresia: Frau & Fürstin im Porträt.
Gemeinsam betrachten wir Bildnisse, welche die „Erste Dame Europas“ in ihren unterschiedlichen Rollen vorstellen. Wir überlegen, inwieweit diese Porträts Auskunft über den Menschen Maria Theresia geben.

Anmeldung bis spätestens 15.09.2016.
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Donnerstag, 29.09.2016, 14:30 Uhr bis 16:10 Uhr

BAROCK. Erkannt! Eine kurzweilige Reise in das 18. Jahrhundert
Welche Formen, Farben, Ideen zeichnen barocke Malereien und Skulpturen aus? Gespräche mit Dr. Helmuth Oehler vor den Originalen beantworten diese Fragen, vermitteln die wichtigsten Kennzeichen des Barock.

Anmeldung bis spätestens 22.09.2016.
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Donnerstag, 06.10.2016, 14:30 Uhr bis 16:10 Uhr

China.Wien.Tirol. Eine spannende Entdeckungsreise
Die Wandmalereien des Chinesischen Zimmers sind der Faszination des 18. Jahrhunderts am Exotischen, der Sehnsucht nach dem Fernen gewidmet. Gemeinsam reisen wir von Tirol über Wien – vorbei an einer fürstlichen Geographin – nach China!

Anmeldung bis spätestens 29.09.2016.
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Donnerstag, 13.10.2016, 14:30 Uhr bis 16:10 Uhr

Zwei Gewaltige Frauen: Teresa von Ávila & Theresia von Wien
Am 15. Oktober feiert die Kirche das Fest der wortgewaltigen heiligen Spanierin. Gleichzeitig ist es der Namenstag der nach ihr benannten engagierten Landes-Mutter. Der Rundgang in der Hofkirche und Hofburg erinnert an die beiden außergewöhnlichen Frauen. Und stellt den die heilige Reform-Nonne und die tief gläubige Herrscherin verbindenden Mann vor: Balthasar Ferdinand Moll. In Innsbruck geboren, war er der von Maria Theresia bevorzugte Bildhauer.

Anmeldung bis spätestens 06.10.2016
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Donnerstag, 20.10.2016, 14:30 Uhr bis 16:10 Uhr

Liebe am Wiener Hof
Exzellente Porträts in der Kaiserlichen Hofburg zeigen das durchaus glückliche, kaiserliche Ehepaar Maria Theresia (1717 – 1780) und Franz I. Stephan (1708 – 1765). Dr. Oehler präsentiert diese und weitere vorhandene Bildnisse von Kindern und Schwiegerkindern Maria Theresias. Sie erzählen von der „tiefen innigen Liebe“ der Kaiserin zu ihrem Gemahl, ihrer Rollen als „liebende“ Mutter einer großen Kinderschar und gerechter, „guter Landesmutter“, die sich um ihre Untertanen „sorgte“ – und keine „unerlaubte Liebe“ zwischen Mann und Frau duldete!

Anmeldung bis spätestens 13.10.2016.
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Donnerstag, 27.10.2016, 14:30 Uhr bis 16:10 Uhr

Rot-Weiß-Rot im spätbarocken Ambiente
Eine Spurensuche am Tag nach dem österreichischen Nationalfeiertag nach dem spezifisch Österreichischen sowie eine Betrachtung der für die österreichische Nation als charakteristisch vereinnahmten (spät-)barocken Formen in der kaiserlichen Residenz.

Anmeldung bis spätestens 20.10.2016.
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Donnerstag, 03.11.2016, 14:30 Uhr bis 16:10 Uhr

Aufgemascherlt!
Die Durchsetzung und Festigung von Herrschaft braucht Bilder. Dabei spielt das Porträt der Mächtigen eine zentrale Rolle – und die Kleidung, in der sie sich verewigen lassen. Denn: die „Untertanen“ bekommen vor allem durch die „Dinge, so in die Augen fallen“ einen „klaren Begriff von“ der „Majestät Macht und Gewalt“ (1733). Gemeinsam inspizieren wir daher die Garderobe der Familie Maria Theresias.

Anmeldung bis spätestens 27.10.2016.
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Donnerstag, 10.11.2016, 14:30 Uhr bis 16:10 Uhr

Eine reizende Familie
Bei dieser kurzweiligen imperialen Tour werden bemerkenswerte Bildnisse von Mitgliedern der Familie Habsburg-Lothringen zum Sprechen gebracht.

Anmeldung bis spätestens 03.11.2016.
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Donnerstag, 17.11.2016, 14:30 Uhr bis 16:10 Uhr

Elisabeth. Lisl! Sisi? - Höfische Frauen im Blickpunkt.
Was haben eine vorbildhafte Heilige, eine engagierte Äbtissin und eine edelweißgeschmückte, ewige Wanderin gemeinsam? Nun – alle drei sind Fürstinnen, können mit außergewöhnlichen Lebenskonzepten und biographischen Sonderwegen aufwarten und sind durch einen äußerst wohlklingenden Vornamen ausgezeichnet: Elisabeth.

Anmeldung bis spätestens 10.11.2016.
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Donnerstag, 24.11.2016, 14:30 Uhr bis 16:10 Uhr

ROT wie Blut
Rot, die Mutter aller Farben, da der farbigste visuelle Sinneseindruck überhaupt, spielt selbstverständlich auch bei der künstlerischen Ausstattung der Innsbrucker Hofburg eine ganz wichtige Rolle: Benötigt doch allein die Darstellung des Österreichischen unbedingt diese Farbe der Macht und der Liebe. Entdecken wir sie gemeinsam!

Anmeldung bis spätestens 17.11.2016.
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Donnerstag, 15.12.2016, 14:30 Uhr bis 16:10 Uhr

Chor der Engel erwacht
Große und kleine Engel sind das Thema dieses weihnachtlichen Augenspaziergangs. Gemeinsam entdecken wir verschiedenste Himmelsboten auf exzellenten Kunstwerken: Angeführt vom fürstlichen, geharnischten Erzengel Michael treiben auf Altarbildern spitzbübische Putti allerlei Schabernack. Eifrige Kinderengel krönen auch den geschätzten Schwiegervater Maria Theresias. Und für einen am Heiligen Abend 1837 geborenen, heute noch sehr prominenten „Weihnachtsengel“ halten vergoldete, geflügelte Kinder brennende Kerzen: „Bald ist Heilige Nacht, Chor der Engel erwacht.“

Anmeldung bis spätestens 07.12.2016.
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Donnerstag, 19.01.2017, 14:30 Uhr bis 16:10 Uhr

Pures GOLD!
Gold war eine der Gaben der Heiligen Drei Könige an das Jesuskind. Nicht nur deshalb bestimmt das „heilige“ Gold als uraltes Symbol irdischen und ewigen Glücks, des Reichtums, der Weisheit und des Göttlichen die Inszenierung des Imperialen. Eine kurzweilige Suche nach dem Licht-Metall, „an dem alles hängt, zu dem alles drängt“.

Anmeldung bis spätestens 12.01.2017.
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Donnerstag, 26.01.2017, 14:30 Uhr bis 16:10 Uhr

Was macht die Hand?
Die Haltung der Hände im Porträt kann die Persönlichkeit des Dargestellten zum Ausdruck bringen, dem Betrachter auch nach Jahrhunderten etwas „sagen“. Bei einer Promenade durch den Riesensaal sprechen fürstliche Hände immer nobel, mal beschützend, mal fordernd, aber auch ganz lässig zu uns!

Anmeldung bis spätestens 19.01.2017.